Kurz beantwortet
Klassisch gerechnet ist ein Video eine Folge von Einzelbildern: Dauer mal Bildrate, also 750 Bilder für 30 Sekunden bei 25 Bildern pro Sekunde, jedes für sich gerendert. Daraus entstehen Stunden Rechenzeit auf einer einzelnen Karte. Bei VEDUTUM entsteht die Fahrt stattdessen in Abschnitten zu acht Sekunden, die sich ohne neues Kodieren aneinanderhängen lassen — vier Abschnitte ergeben gut eine halbe Minute.
Das Wichtigste in Kürze
- Einzelbilder = Dauer × Bildrate. 30 Sekunden bei 25 Bildern pro Sekunde sind 750 Bilder, 60 Sekunden sind 1.500. So rechnet der klassische Weg.
- Rechenzeit = Einzelbilder × Zeit pro Bild. Deshalb sind Videos in der klassischen Produktion um ein Vielfaches teurer als Standbilder.
- Abschnitte statt Einzelbilder: Bei VEDUTUM entsteht eine Fahrt in Stücken zu acht Sekunden. Mehrere Abschnitte werden ohne neues Kodieren zusammengefügt, also ohne Qualitätsverlust.
- Erst das Modell, dann die Fahrt: Eine falsch gelesene Wand fällt in Bewegung stärker auf als auf einem Standbild.
Bildrate: 24, 25 oder 30?
Video besteht aus Einzelbildern, die schnell hintereinander gezeigt werden. In Europa sind 25 Bilder pro Sekunde verbreitet, weil das Fernsehen hier traditionell damit arbeitet. Im Kino sind es 24, in Nordamerika und auf vielen Online-Plattformen 30. Für Architekturvideos mit ruhigen Kamerabewegungen reichen 25 Bilder pro Sekunde. Höhere Bildraten wie 50 oder 60 verdoppeln die Rechenzeit, ohne dass langsame Fahrten sichtbar gewinnen. Welche Fahrten VEDUTUM rechnet und was sie kosten, steht unter Videos und Kamerafahrten.

Rechenzeit mit Beispielwerten
Die folgende Tabelle rechnet mit einer angenommenen Zeit von 30 Sekunden pro Bild in Full HD auf einer einzelnen GPU. Das ist ein Beispielwert; Ihre Szene kann deutlich schneller oder langsamer sein.
| Video | Einzelbilder | Rechenzeit auf 1 GPU | auf 20 GPUs |
|---|---|---|---|
| 15 s, 25 fps, Full HD | 375 | 187,5 min | rund 10 min |
| 30 s, 25 fps, Full HD | 750 | 375 min | rund 19 min |
| 60 s, 25 fps, Full HD | 1.500 | 750 min | rund 38 min |
| 30 s, 25 fps, 4K | 750 | 1.500 min | rund 75 min |
Die letzte Zeile zeigt, warum 4K bei Videos teuer ist: viermal so viele Pixel, ungefähr viermal so viel Rechenzeit. Für die meisten Websites und Präsentationen ist ein Video in Full HD die bessere Wahl, siehe Auflösung für Renderings.
Der andere Weg: Abschnitte statt Einzelbilder
Die Tabelle oben beschreibt die klassische Produktion. VEDUTUM geht einen anderen Weg: Sie setzen zwei Standpunkte aus dem geprüften Modell, und daraus entsteht eine zusammenhängende Bewegung von acht Sekunden — nicht Bild für Bild gerechnet, sondern als ganzer Abschnitt. Das dauert Minuten statt Stunden und kostet zwölf bis neunundzwanzig Punkte.
Der Preis dafür ist weniger Kontrolle über die einzelne Zwischenposition: Es gibt keinen frei gezeichneten Pfad mit Stützpunkten, sondern Anfang, Ende und die Bewegung dazwischen. Für Umlauf, Innenfahrt und Tagesverlauf reicht das; für eine choreografierte Fahrt durch ein ganzes Quartier nicht.
Vom Abschnitt zum Film
Mehrere Abschnitte werden aneinandergehängt, ohne neu zu kodieren — die Bildqualität der Teile bleibt also unangetastet. Wo doch kodiert wird, etwa beim Verkleinern der Datei, steuert ein Qualitätsfaktor (CRF) das Ergebnis: Laut FFmpeg-Dokumentation reicht die Skala von 0 bis 51, der Standardwert ist 23, und ein sinnvoller Bereich liegt zwischen 17 und 28. Kleinere Werte ergeben bessere Qualität und größere Dateien.

So planen Sie eine Fahrt
- Geometrie prüfen: Der Clip ist nur so gut wie das Modell darunter.
- Standpunkte setzen: Anfang und Ende aus den Kameras des Projekts.
- Stufe wählen: Punkte und geschätzte Dauer stehen vor dem Start auf dem Knopf.
- Abschnitte zusammenfügen: drei bis vier Stücke ergeben eine halbe Minute mit Abwechslung.
Wie das Licht im Tagesverlauf ins Bild kommt, erklärt die Seite Tag-Nacht-Animation.
Quellen und weiterführende Informationen
Häufige Fragen
Warum kann ich nicht einfach das Modell im Browser aufnehmen?
Können Sie, für interne Abstimmungen ist das ein guter Weg. Das Modell stellt Licht und Materialien aber vereinfacht dar. Für veröffentlichte Videos lohnt der Abschnitt aus dem Videomodell.
Warum sind es genau acht Sekunden?
Das ist die Länge, die ein Abschnitt als zusammenhängende Bewegung liefert. Längere Fahrten entstehen daraus durch Aneinanderhängen — ohne neues Kodieren, also ohne Qualitätsverlust.
Welche Bildrate soll ich wählen?
Für Europa und ruhige Kamerafahrten 25 Bilder pro Sekunde. Wenn eine Plattform 30 verlangt, wählen Sie 30; die Rechenzeit steigt um ein Fünftel.
Wie groß wird die Videodatei?
Das hängt von Auflösung, Länge und Qualitätsfaktor ab. Ein niedrigerer CRF-Wert ergibt bessere Qualität und eine größere Datei, ein höherer eine kleinere; der Standardwert liegt bei 23.
Was kostet eine Kamerafahrt bei VEDUTUM in Punkten?
Ein Abschnitt von acht Sekunden kostet je nach Stufe zwölf bis neunundzwanzig Punkte. Die Punktzahl und die geschätzte Dauer stehen vor dem Start auf dem Knopf, sodass Sie vorher wissen, was die Fahrt kostet.
Was ist der Unterschied zwischen Abschnitten und einem frei gezeichneten Kamerapfad?
Ein Abschnitt definiert nur Anfang und Ende der Bewegung, die Zwischenpositionen entstehen automatisch. Es gibt keine Stützpunkte zum Nachzeichnen. Für Umlauf, Innenfahrt und Tagesverlauf reicht das, für eine choreografierte Fahrt durch ein ganzes Quartier nicht.
Warum ist ein Video in 4K deutlich teurer zu rechnen als in Full HD?
4K hat viermal so viele Pixel wie Full HD, deshalb steigt die Rechenzeit ungefähr im gleichen Verhältnis. Laut Beispielrechnung dauert ein 30-Sekunden-Video in 4K auf einer GPU rund 1.500 Minuten statt 375 Minuten in Full HD.
Warum sollte die Geometrie vor einer Kamerafahrt geprüft sein?
Eine falsch gelesene Wand oder Öffnung fällt in der Bewegung einer Kamerafahrt stärker auf als auf einem einzelnen Standbild, weil sie aus mehreren Blickwinkeln sichtbar wird. Deshalb steht die Prüfung des Modells am Anfang jeder Planung einer Fahrt.
Über die Redaktion
VEDUTUM Redaktion
Die Redaktion von VEDUTUM, einem Produkt der EA Digital Solutions e.U. in Graz, schreibt über Modellformate, Rendering, Auflösungen, Kamerafahrten und Sonnenstand. Jede Zahl mit Rechenweg oder Quelle, jeder Text von Menschen geprüft.
Mehr über VEDUTUMPassende Leistung
Architektur-Videos
Bewegte Aufnahmen aus demselben Modell: ein Umlauf um das Haus, eine Fahrt durch die Räume, der Tagesverlauf bis zur blauen Stunde. Acht Sekunden je Abschnitt, längere Fahrten werden daraus zusammengesetzt.
Umfang, Ablauf und Preise


