Kurz beantwortet
Für Bildschirmpräsentationen und Websites reicht Full HD mit 1920 × 1080 Pixeln, für Exposés und großformatige Bildschirme 4K mit 3840 × 2160 Pixeln. 8K mit 7680 × 4320 Pixeln lohnt sich vor allem für Drucke, die aus der Nähe betrachtet werden, und für Ausschnitte. Bautafeln brauchen wegen des großen Betrachtungsabstands oft weniger Pixel, als man erwartet.
Das Wichtigste in Kürze
- Full HD hat 1920 × 1080 Pixel, rund 2,1 Megapixel. 4K hat viermal so viele, rund 8,3 Megapixel. 8K hat sechzehnmal so viele wie Full HD, rund 33,2 Megapixel.
- Die Rechenzeit eines Renderings wächst ungefähr mit der Pixelzahl. 8K kostet also etwa viermal so viel Rechenzeit wie 4K.
- Für den Druck zählt die Auflösung pro Zoll am fertigen Format. Für Plakate aus der Nähe sind 150 bis 300 Pixel pro Zoll üblich.
- Je weiter der Betrachter entfernt ist, desto weniger Pixel pro Zoll braucht es. Bautafeln sind deshalb oft mit 4K gut versorgt.
Die Formate im Vergleich
Die Bildformate 4K und 8K stammen aus dem Fernsehbereich. Die Empfehlung ITU-R BT.2020 der Internationalen Fernmeldeunion legt für Ultra-HD-Fernsehen die Auflösungen 3840 × 2160 und 7680 × 4320 Pixel fest. Beide haben das Seitenverhältnis 16 zu 9.
| Format | Pixel | Megapixel | Pixel im Verhältnis zu Full HD | | --- | --- | --- | --- | | Full HD | 1920 × 1080 | 2,1 | 1 | | 4K UHD | 3840 × 2160 | 8,3 | 4 | | 8K | 7680 × 4320 | 33,2 | 16 |
Weil ein Renderer jeden Pixel einzeln berechnet, steigt die Rechenzeit ungefähr im selben Verhältnis. Deshalb zeigt VEDUTUM vor jedem Auftrag eine Schätzung, siehe Renderings.
Rechenweg für den Druck
Druckereien rechnen in Pixeln pro Zoll, ein Zoll sind 25,4 Millimeter. Die nötige Pixelzahl ergibt sich aus der Kantenlänge in Zoll mal der gewünschten Auflösung.
Beispiel A1 im Querformat, 841 × 594 Millimeter:
- Lange Kante: 841 / 25,4 = 33,1 Zoll
- Bei 300 Pixeln pro Zoll: 33,1 × 300 = rund 9.930 Pixel
- Bei 150 Pixeln pro Zoll: rund 4.970 Pixel
Ein 8K-Bild mit 7680 Pixeln Breite erreicht auf A1 also rund 232 Pixel pro Zoll, ein 4K-Bild rund 116. Für einen Wettbewerbsplan, der aus einem Meter Abstand betrachtet wird, reicht das meist. Beispiele für Wettbewerbe stehen unter Wettbewerbsvisualisierung.
Rechenweg für Bautafeln
Bei großen Formaten entscheidet der Abstand. Eine verbreitete Faustregel aus der Druckpraxis geht von der Sehschärfe des Auges aus, das bei normalem Sehvermögen Details von etwa einer Bogenminute unterscheidet. Daraus ergibt sich näherungsweise: benötigte Pixel pro Zoll = 3438 geteilt durch den Betrachtungsabstand in Zoll.
Beispiel Bautafel mit 3 Metern Breite, betrachtet aus 5 Metern:
- Abstand: 5 Meter = 196,9 Zoll, also 3438 / 196,9 = rund 17,5 Pixel pro Zoll
- Breite: 3 Meter = 118,1 Zoll, also 118,1 × 17,5 = rund 2.070 Pixel
Ein Full-HD-Bild mit 1920 Pixeln Breite liegt damit knapp darunter, ein 4K-Bild mit 3840 Pixeln Breite reicht bis etwa 2,7 Meter Abstand, ein 8K-Bild bis etwa 1,3 Meter. Die Faustregel ist eine Näherung; wer eine Bautafel an einem Gehweg aufstellt, wählt lieber die höhere Stufe.
Wann sich 8K lohnt
8K ist sinnvoll, wenn Menschen nah an ein großes Bild herantreten, etwa bei Ausstellungen, oder wenn aus einem Rendering mehrere Ausschnitte entstehen sollen. Für Websites ist 8K nicht nötig: Die Bilder werden ohnehin verkleinert, und die Dateien werden groß. Für Videos gilt dasselbe noch deutlicher, dazu der Artikel Kamerafahrt rendern.
Was Sie jetzt tun können
Legen Sie vor dem Auftrag fest, wo das Bild erscheint und aus welchem Abstand es betrachtet wird. Mit den Rechenwegen oben wählen Sie die kleinste Auflösung, die reicht, und sparen Rechenzeit für weitere Ansichten.
Quellen und weiterführende Informationen
Häufige Fragen
Ist 4K dasselbe wie UHD?
Im Alltag ja. Streng genommen bezeichnet 4K im Kinobereich 4096 Pixel Breite, UHD im Fernsehbereich 3840 Pixel. VEDUTUM liefert 4K als 3840 × 2160 Pixel.
Welche Auflösung brauche ich für eine Website?
Full HD reicht für fast alle Anwendungen. Für Vollbildbilder auf großen Monitoren kann 4K sinnvoll sein, wird aber für die Auslieferung meist verkleinert.
Kann ich ein 4K-Bild nachträglich vergrößern?
Vergrößern ist möglich, erzeugt aber keine echten Details. Für große Drucke ist es besser, gleich in der benötigten Auflösung zu rendern.
Warum ist 8K so viel teurer?
Weil ein 8K-Bild viermal so viele Pixel wie 4K hat und die Rechenzeit ungefähr mit der Pixelzahl wächst.
Über die Redaktion
VEDUTUM Redaktion
Die Redaktion von VEDUTUM, einem Produkt der EA Digital Solutions e.U. in Graz, schreibt über Modellformate, Rendering, Auflösungen, Kamerafahrten und Sonnenstand. Jede Zahl mit Rechenweg oder Quelle, jeder Text von Menschen geprüft.
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